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  • Moderne Mykologie in der Dermatologie

Artikelreihe

Erfahrungen und Fallberichte von Herrn Prof. Tietz, Leiter des Instituts für Pilzkrankheiten


13.10.2021

Stresstest: Ringversuch

Der diesjährige zweite Ringversuch zum Thema „Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze“ ist nicht nur eine enorme Herausforderung für die Teilnehmer, sondern auch eine ernsthafte Prüfung der Leistungsfähigkeit der Gendiagnostik, der PCR: Ein in doppelter Hinsicht aufschlussreicher Stresstest.

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10.09.2021

Corona beflügelt die Mykologie

Kürzlich verabschiedete sich ein Patient mit den Worten: „Wenn wir mit der Kultur nicht durchkommen, dann möchte ich den Gentest. Meine Kasse spielt mit“.  Das klang wie eine Kriegserklärung des 75-Jährigen an den Pilz. Eine gleichaltrige Dame sagte uns: „Das liebste konnte ich zuletzt nicht machen, das Reisen. Dafür leiste ich mir jetzt eine PCR für meine Nägel“.  Ein 16-Jähriger erschien mit dem Wunsch: „Das ist doch kein Pilz, mein Arzt meint, es wäre einer. Ich möchte gerne Klarheit, mit der PCR“.

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11.08.2021

Ein Geschenk des Himmels

„The Times They Are a-Changin“,  ist eines der bekanntesten Lieder des Literatur- Nobel-Preisträgers Bob Dylan. Das gilt, wie schon oft gewürdigt, auch für die altehrwürdige Mykologie. Sie wird immer interessanter. Ein weiteres Beispiel für einen noch vor kurzem unbekannten Erreger ist Trichophyton indotineae. Seine Nomenklatur scheint noch nicht abgeschlossen zu sein. Hier ändert sich die Mykologie leider viel zu oft, was auch andere Keime betrifft.

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17.06.2021

Ein weit gereister Pilz

Die Entdeckung des Erregers war reiner Zufall. Während eines Lehrauftrages im Jahr 1989 an der Medizinischen Fakultät in Luanda, wo ich Medizinstudenten ausbilden sollte, dort selbst aber mehr lernte als lehrte, von Malaria, Cholera, Tetanus neonatorum und den daran erkrankten Menschen, fanden wir an der Frauenklinik bei Patientinnen mit akuter vaginaler Pilzinfektion einen Erreger, der in kein bisher bekanntes Identifikationssystem passte. Ihm fehlten die für C. albicans typischen Chlamydosporen. Ebenso kam sein biochemisches Muster in keinem Nachweissystem vor. Bis heute nicht.

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28.04.2021

Neue Varianten und Mutationen

Ein Reizwort macht noch immer die Runde: Mutationen. Wir sprechen aber nicht von Viren. Auch Pilze entwickeln sich evolutionär weiter. Diese sind zwar genetisch nicht so flexibel wie die meisten Viren und Bakterien, dafür nicht selten umso klüger. Denn ihre Strategie beruht fast immer auf einem Arrangement mit dem Immunsystem.

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19.04.2021

Pilze im Lockdown

Das Thema „Corona“ ist weiterhin in aller Munde. Im Windschatten des Virus breiten sich jedoch auch andere Erreger aus. Einige profitiere von der Pandemie, darunter auch Pilzerreger. Ein Paradebeispiel für die Zunahme von Mykosen sind Pilzinfektionen durch anthropophile Erreger wie T. rubrum, C. albicans, C. auris bei COVID-19-Patienten in den USA, M. furfur, aber auch zoophile Keime wie T. benhamiae – insbesondere bei Kindern.

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31.03.2021

Der verflixte klinische Blick

Nach Professor Hans Rieth, dem unvergessenen Meister des mykologischen Entertainments, sei der klinische Blick oft ein Verwandter des bösen Blicks. Er umschrieb damit das bis heute bestehende Problem der falschen Blickdiagnosen. Etwa 30 % aller Patienten, die im Glauben an eine Pilzinfektion Hautärzte aufsuchen, haben in Wahrheit eine nichtinfektiöse Nagelerkrankung.

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17.03.2021

Wie Sherlock Holmes

Die wunderbare Stadt Edinburgh hat gleich mehreren Romanciers zu Werken der Weltliteratur inspiriert: Joanne K. Rowling („Harry Potter“), Robert Louis Stevenson („Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“) und den Arzt Arthur Conan Doyle zur Figur des Sherlock Holmes. Als ein solcher kam ich mir nach Einführung der PCR in unserem Praxislabor vor.

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Diagnose und Kontrolle T. rubrum

03.03.2021

Bis zur letzten Spore

Professor Seebacher, ein führender Dermato-Mykologe, hat uns immer davor gewarnt: Kein zu frühes Ende der Onychomykose-Therapie. Die Gründe: Nach einer durchgemachten Mykose entsteht keine Immunität.

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16.02.2021

Vom Saulus zum Paulus

Die Mykologie ist eines der schönsten Gesichter der Dermatologie. Einen T. soudanense, T. violaceum oder T. benhamiae auf einer Petrischale zu bewundern, ist ein ästhetischer Genuss.

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